Mumbai, Indien 2026 - 2028

Befreiung aus Zwang und Menschenhandel

Weltweit werden ca. 40 Millionen Menschen Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution. Betroffen sind Menschen jeden Alters, jeden Geschlechts und jeder ethnischen Herkunft. Nach Drogen- und Waffenhandel ist Menschenhandel die drittgrößte Einnahmequelle der organisierten Kriminalität. Besonders hart trifft es Kinder, die elternlos oder obdachlos sind, oder deren Familien am Rande der Gesellschaft leben. Armut, Krankheit und mangelnde Bildung sind der strukturelle Nährboden, aus dem zahlreiche Zumutungen für viele Familien erwachsen. Kinderarbeit, Frühverheiratung oder Kinderprostitution sind manchmal "Strohhalme", nach denen die Familien greifen. Darüber hinaus locken zum Teil hoch-organisierte Schlepperbanden – durch direkte Ansprache oder über das Internet - Kinder und Jugendliche mit falschen Versprechungen von ihren Familien weg, verkaufen sie als billige Arbeitskräfte oder zwingen sie in die Prostitution.

Unsere nicht-staatliche, lokale Partnerorganisation, die Rescue Foundation in Mumbai, kämpft seit 1997 in Indien gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution. Sie sucht in den Rotlichtvierteln der Großstädte systematisch nach minderjährigen Opfern. Gemeinsam mit den lokalen Behörden und der Polizei werden gezielt Zugriffe und Rettungsaktionen durchgeführt.

Die Rescue Foundation setzt dabei spezialisierte Rettungseinheiten ein, sogenannte ‚mobile Teams‘, die in ganz Indien aber insbesondere in entlegenen Regionen der Bundesstaaten Bihar, Uttarakhand, Rajasthan und Jharkhand operieren. Ein Schwerpunkt dieser Einsatzkommandos ist die Befreiung von Kindern und jungen Frauen aus sogenannten "Orchestras“. Hierbei handelt es sich um Tanzgruppen, in denen meist minderjährige Mädchen bei Großveranstaltungen und Festen auftreten und anschließend unter den anwesenden Gästen gegen Höchstgebot verkauft werden.

Nach erfolgreicher Rettung und Anzeigenerstattung bei der Polizei werden die befreiten Mädchen auf Weisung des Gerichts an die Rescue Foundation in eines ihrer Schutzzentren in Mumbai, Pune, Boisar oder Delhi übergeben.

Allein 2025 führten diese mobilen Teams 51 Rettungsaktionen aus, bei denen 275 Frauen und Kinder befreit werden konnten.

In den Schutzzentren erhalten die Mädchen medizinische, psychologische und rechtliche Betreuung und werden in den vielseitigen Schul- und Ausbildungsprogrammen der Rescue Foundation auf ein eigenständiges Leben vorbereitet.

Die Dr. Birk Foundation unterstützt gemeinsam mit ihrem deutschen Partner, der BONO Direkthilfe e.V., die Arbeit der mobilen Rettungsteams sowie nachfolgende Maßnahmen zu Ausbildung und Reintegration der Mädchen und jungen Frauen.

Zielgruppe

Das Projekt richtet sich an Mädchen und junge Frauen, die verschleppt und in die Prostitution gezwungen worden sind.

Maßnahmen

Die Dr. Birk Foundation und BONO Direkthilfe e.V. stellen Finanzmittel bereit für:

  • Unterhalt und Einsatz mobiler Einsatzkommandos
  • Aufnahme und Betreuung der Opfer in einem Schutzzentrum
  • Schul- und Berufsausbildung der befreiten Mädchen
  • Rückführung der Mädchen in ihre Familien und gesellschaftliche Reintegration

Laufzeit

2026 - 2028

Unsere Projektpartner

BONO Direkthilfe e.V., Bergisch Gladbach, Deutschland

Rescue Foundation, Mumbai, Indien

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